Kurzprotokoll der 5. öffentlichen Gemeinderatssitzung vom 15. Oktober 2026

Kurzprotokoll der 5. Gemeinderatssitzung vom Donnerstag, 15. Oktober 2026

(vorbehaltlich der abschließenden Genehmigung durch den Gemeinderat)

Folgende Punkte wurden in der öffentlichen Sitzung behandelt:

1. Bekanntgabe in nichtöffentlicher Sitzung gefasster Beschlüsse

    Erneuerung der Mischwasserkanalisation und des Straßenkörpers in der Eduard-Sommer-Straße

    Straßenbeleuchtung

    Im Zuge der Sanierung der Eduard-Sommer-Straße soll auch die Straßenbeleuchtung erneuert und an die künftigen Anforderungen angepasst werden.

    Der Gemeinderat beschloss einstimmig, das Angebot der Firma FONROCHE LIGHTING HUB GERMANY GmbH vom 08.09.2026 zur Errichtung solarbetriebener Straßenleuchten anzunehmen. Die Installation und Inbetriebnahme sollen durch die bauausführende Firma erfolgen. Das Planungsbüro AS Ingenieure wird beauftragt, die neue Straßenbeleuchtung in die Gesamtplanung aufzunehmen. Die entstehenden Mehrkosten sind im Haushalt 2026 zu berücksichtigen.

    Glasfaserausbau, Pflasterung der Gehwege und Anpassungen im Bereich Eduard-Sommer-Straße 1

    Im Rahmen der Straßensanierung befasste sich der Gemeinderat mit weiteren Maßnahmen und fasste hierzu folgende einstimmige Beschlüsse:

    • Pflasterung der Gehwege: Der Gemeinderat stimmte dem Angebot der Firma Ing. Viktor Haschke GmbH zur Pflasterung der Gehwege in Höhe von 44.890,65 € zu. Die Maßnahme wird in die Planung und Bauausführung aufgenommen.
    • Glasfaserausbau: Ein vorsorglicher Aufbau der Glasfaserinfrastruktur auf Kosten der Gemeinde wurde abgelehnt.
    • Bereich Eduard-Sommer-Straße 1: Zur Verbesserung der Gehweg- und Straßenverhältnisse wird eine Variante mit zusätzlichem Grunderwerb bevorzugt. Die Gemeindeverwaltung wurde beauftragt, hierzu eine Einigung mit dem Grundstückseigentümer anzustreben.

    LED-Beleuchtung am Fußweg zwischen Schulstraße und Sonnenleite

    • Der bislang unbeleuchtete Fußweg zwischen der Schulstraße und der Sonnenleite soll mit solarbetriebenen Straßenleuchten ausgestattet werden.
    • Der Gemeinderat beschloss, die Firma Fonroche Lighting Hub Germany GmbH mit der Errichtung der Beleuchtung zu Kosten in Höhe von 4.795,70 € zu beauftragen. Für die zusätzlich erforderlichen Tiefbauarbeiten wurden bis zu 1.800 € freigegeben.
    • Da sich die vorgesehenen Lampenstandorte auf dem Privatgrundstück des TSV Dörfles-Esbach 1912 e.V. befinden, wird mit dem Verein eine entsprechende Duldungsvereinbarung geschlossen. Diese sieht vor, dass die Leuchten noch im Jahr 2026 aufgestellt und mindestens acht Jahre lang betrieben werden dürfen. Die Leuchten verbleiben im Eigentum der Gemeinde. Eine Kostenbeteiligung des Sportvereins ist nicht vorgesehen. Die Gemeinde erhält zudem ein jederzeitiges Betretungsrecht zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit.

    2. Mitteilungen der 1. Bürgermeisters

      Bittner Werkzeugbau eröffnet Werk 2 – Ein starkes Zeichen für den Standort Dörfles-Esbach

      Während vielerorts in der Industrie Kapazitäten abgebaut werden, setzt die Firma Bittner Werkzeugbau auf Wachstum und Zukunftssicherung. Am 9. Oktober 2026 eröffnete das Dörfles-Esbacher Familienunternehmen feierlich seinen neuen Werksbereich „Werk 2“.

      Durch die erfolgreiche Weiterentwicklung und Erweiterung des Kundenkreises, insbesondere in der Elektroindustrie, ist das Unternehmen in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden, wurden zusätzliche Räumlichkeiten benötigt. Mit der Übernahme des ehemaligen Firmengeländes des Sanitärgroßhändlers Woldt, nur wenige Häuser vom bisherigen Standort entfernt, konnten rund 1.200 Quadratmeter zusätzliche Hallenfläche sowie ein Verwaltungsgebäude gewonnen werden.

      Im neuen Werk 2 finden der erweiterte Werkzeugbau sowie zusätzliche Lager- und Logistikbereiche Platz. Gleichzeitig investierte das Unternehmen in moderne Maschinen und optimierte Produktionsabläufe. Damit stellt sich Bittner auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten zukunftssicher auf.

      „Unser Ziel ist es, die wirtschaftliche Sicherheit und Zukunft unseres Unternehmens und unserer Mitarbeitenden samt ihren Familien langfristig zu sichern“, betonte Geschäftsführerin Carolin Bertges bei der Eröffnung. Geschäftsführer Dr. Florian Bertges ergänzte: „Wir sind grundsolide aufgestellt und wollen gerade in schwierigen Zeiten ein Stabilitätsanker sein.“

      Ein besonderer Grund zur Freude ist diese Entwicklung auch für die Gemeinde Dörfles-Esbach. Bürgermeister Torsten Dohnalek würdigte bei der Eröffnung nicht nur den unternehmerischen Mut und die positive Entwicklung des Familienbetriebs, sondern insbesondere auch dessen Verbundenheit mit der Gemeinde und den wertschätzenden Umgang mit den Mitarbeitenden.

      „Ihr bringt Euch in die Gemeinde ein, seid ein wichtiger Teil der Gemeinde. Dafür, und vor allem für Euren wertschätzenden Umgang mit Euren Mitarbeitenden, kann man Euch nur danken!“, betonte Bürgermeister Torsten Dohnalek.

      Das 1980 gegründete Familienunternehmen beschäftigt heute rund 50 Mitarbeitende und Auszubildende. Mit seiner langjährigen Ausbildungsarbeit, seinem Engagement und seiner Innovationskraft ist Bittner ein wichtiger Bestandteil des örtlichen Wirtschaftslebens.

      Die Gemeinde Dörfles-Esbach gratuliert der Geschäftsführung Carolin und Dr. Florian Bertges sowie dem gesamten Bittner-Team ganz herzlich zur Eröffnung von Werk 2! Wir freuen uns sehr über dieses klare Bekenntnis zu unserem Wirtschaftsstandort und wünschen dem Unternehmen weiterhin viel Erfolg, eine glückliche Hand bei allen Entscheidungen und eine erfolgreiche Zukunft.

      Gemeinde Dörfles-Esbach erhält den 2. Platz beim Bayerischen Demenzpreis 2026

      Die Gemeinde Dörfles-Esbach wurde mit ihrem Projekt „Lebensmosaik – Miteinander im Moment“ mit dem 2. Platz beim Bayerischen Demenzpreis 2026 ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand am Dienstag in München durch Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach statt.

      Insgesamt wurden 89 Projekte aus ganz Bayern für den Demenzpreis eingereicht. Umso erfreulicher ist es, dass sich Dörfles-Esbach mit seinem Engagement durchsetzen konnte. Der zweite Preis ist mit einem Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro dotiert.

      Mit dem Projekt „Lebensmosaik – Miteinander im Moment“ verfolgt die Gemeinde gemeinsam mit den örtlichen Vereinen, der Kirchengemeinde und zahlreichen Ehrenamtlichen das Ziel, Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen eine aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

      Das Besondere daran: Alle Angebote stehen auch Menschen mit Demenz offen und sind für sie geeignet. Dabei geht es vor allem darum, Begegnungen zu schaffen, Gemeinschaft zu erleben und Menschen mit Demenz ganz selbstverständlich in das Dorfleben einzubeziehen.

      Das vielfältige Angebot reicht vom Senioren-Tanzcafé über eine Rollator-Laufgruppe und einen Handarbeitskreis bis hin zu einer Line-Dance-Gruppe. Im Mittelpunkt stehen dabei stets die Freude an gemeinsamen Aktivitäten und das generationsübergreifende Miteinander.

      Gesundheitsministerin Judith Gerlach würdigte insbesondere die Zusammenarbeit der Gemeinde mit den Ortsvereinen, der Kirchengemeinde und den vielen Ehrenamtlichen. Sie zeigte sich überzeugt, dass die Angebote die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen verbessern und ihnen ein Leben in der Mitte der Gesellschaft ermöglichen.

      Die Auszeichnung ist eine besondere Anerkennung für das große ehrenamtliche Engagement und den starken Zusammenhalt in unserer Gemeinde. Sie zeigt, dass auch eine kleinere Kommune mit vielen engagierten Menschen viel bewegen und eine Vorbildfunktion für andere Gemeinden übernehmen kann.

      Ein herzlicher Dank gilt dem Team der Sozialraumgestaltung und Bücherei, allen Vereinen, der Kirchengemeinde sowie den zahlreichen Ehrenamtlichen, die das Projekt mit Leben füllen und diesen Erfolg erst möglich gemacht haben.

      3. Bauangelegenheiten

        Bauantrag Hohe Straße 4

        Der Gemeinderat behandelte den Bauantrag der Bauherren Lizeth und Florian Kroß zum Umbau und zur Fassadenänderung eines bestehenden Einfamilienwohnhauses auf dem Grundstück Fl.Nr. 63, Gemarkung Dörfles bei Coburg. Geplant sind zudem der Abbruch einer Dachgaube und die Errichtung eines Zwerchhauses. Das Vorhaben liegt im Innenbereich gemäß § 34 BauGB.

        Der Gemeinderat erteilte das gemeindliche, planungsrechtliche Einvernehmen zum Bauvorhaben.

        4. Weihnachtspäckchenaktion 2026

          Der Gemeinderat befasste sich mit der Durchführung der Weihnachtspäckchenaktion 2026. Wie im Vorjahr sollen rund 262 Bürgerinnen und Bürger ab 80 Jahren ein Weihnachtspäckchen mit einem Dörfles-Esbach-Gutschein im Wert von 15 Euro und einer Marmelade erhalten. Für Altenheimbewohner sind weiterhin Pflegesets vorgesehen. Die erforderlichen Haushaltsmittel sind bereits eingeplant. Der Gemeinderat beschloss, die Weihnachtspäckchenaktion auch 2026 durchzuführen. Die Päckchen im Wert von maximal 20 Euro pro Stück werden durch die Gemeinderatsmitglieder persönlich verteilt.

          5. Anfragen und Bekanntgaben aus dem Ratsgremium

            GRM Freddy Wank informierte den GR über eine Veranstaltung über die Armutsgrenze im Landkreis Coburg, zu der er eingeladen war. Es betrifft oft älter Menschen, die durch die Altersarmut isoliert leben.  Dörfles-Esbach ist durch seine Seniorenarbeit und Veranstaltungen sehr gut aufgestellt und erreicht viele ältere Mitbürger.

            GRM Stephan Valtin schlägt vor, Infomaterial über Veranstaltungen in Dörfles-Esbach beim Austeilen der Weihnachtspäckchen beizulegen.

            GRM Jenny Puff beantrag einen Spiegel in der Neustadter Straße. Beim Ausfahren von der Linden Apotheke auf die Neustadter Straße ist die Sicht nach links sehr eingeschränkt.

            GRM Nicole Krank fragte an, ob die Polizei in Dörfles-Esbach präsenter sein könnte, da in der Querstraße eingebrochen wurde. Auch sollte im Bürgerhaus ein Vortrag über Einbruchserien „Wie kann ich mit vor Einbrechern schützen“ stattfinden.

            GRM Stephan Valtin regt an einen Hinweis im Amtsblatt zu veröffentlichen, dass man mit privat installierten Kameras den öffentlichen Bereich nicht filmen darf. Auch muss am Grundstück gekennzeichnet sein, dass eine Kamera installiert ist.

            Im Anschluss fand noch eine nichtöffentliche Sitzung statt.

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